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1.3

Modul 1.3

Intelligenzen

Was heisst eigentlich klug sein?

25'Plenum, Quiz in GruppenObligatorisch
Detailplanung drucken (PDF)

Auf einen Blick

Die Kinder lernen die 8 Fähigkeitsfenster nach Howard Gardner kennen und entdecken, welche davon in ihren Lieblingstätigkeiten stecken.

Ziel

Die Kinder lernen die 8 Fähigkeitsfenster nach Howard Gardner kennen und finden heraus, welche Fähigkeitsfenster in ihren Lieblingstätigkeiten stecken.

Output

Laufblatt mit eingetragenen Fähigkeitsfenstern in der rechten Spalte. Alle SuS kennen die 8 Fähigkeitsfenster.

Fähigkeitsfenster

Alle 8 Fähigkeitsfenster. Sie werden in diesem Modul eingeführt.

Sozialform
Plenum, Quiz in Gruppen von höchstens 3 Kindern, Übertrag einzeln

Lernziele

Die Kinder können …

  • SuS können die 8 Fähigkeitsfenster nennen und mit eigenen Worten beschreiben.
  • SuS können einfachen Tätigkeiten begründet zuordnen, welche Fähigkeitsfenster dafür gebraucht werden.

Agenda

  1. Einführung7'
  2. Kärtchen3'
  3. Quiz8'
  4. Übertrag5'
  5. Abschluss2'

Ablauf

  1. Einführung 7'

    Lehrperson

    • Frage in die Runde: «Was heisst eigentlich klug sein?» Kurz sammeln.
    • Howard Gardner und die 8 Fähigkeitsfenster vorstellen, zu jedem ein Beispiel. Übersicht austeilen, Plakat aufhängen.

    Kinder

    • Nennen Ideen, lesen auf der Übersicht mit.

    Material: Folien 1–5, Übersicht

    Sozialform: Plenum

  2. Kärtchen 3'

    Lehrperson

    • Gruppen bilden (höchstens 3 Kinder). Pro Gruppe einen Bogen mit den Fähigkeitsfenster-Kärtchen verteilen.

    Kinder

    • Schneiden die 8 Kärtchen aus und legen sie vor sich hin.

    Material: Kärtchen-Bogen, Scheren

    Sozialform: Gruppen

  3. Quiz 8'

    Lehrperson

    • Eine Tätigkeitskarte zeigen: «Welche Fähigkeitsfenster braucht es dafür?» 30 Sekunden Bedenkzeit.
    • Eine Gruppe begründet, die Lehrperson ergänzt mit dem Schlüssel. 4–5 Runden. Merksatz festhalten: Eine Tätigkeit braucht oft mehrere Fähigkeitsfenster.

    Kinder

    • Beraten in der Gruppe und halten 1–3 Kärtchen hoch.

    Material: Kärtchen, Tätigkeitskarten, Folien 6–11

    Sozialform: Gruppen

  4. Übertrag 5'

    Lehrperson

    • Auftrag geben: «Tragt bei euren ‹mag ich›-Tätigkeiten die Nummern der Fähigkeitsfenster ein, die es dafür braucht. Konzentriert euch pro Tätigkeit auf höchstens drei.»

    Kinder

    • Füllen die rechte Spalte aus und kreuzen auf der Rückseite unten an, welche Fähigkeitsfenster oft vorkommen.

    Material: Laufblatt, Übersicht, Folie 12

    Sozialform: Einzelarbeit

  5. Abschluss 2'

    Lehrperson

    • «Welches Fähigkeitsfenster taucht bei deinen Lieblingstätigkeiten oft auf? Hast du eine Fähigkeit, bei der du gerne besser werden willst?»

    Kinder

    • 2–3 Kinder antworten.

    Material: Folie 13

    Sozialform: Plenum

So können Sie einsteigen

«Was heisst eigentlich klug sein? Viele denken zuerst an Rechnen oder Lesen.

Der Forscher Howard Gardner hat beschrieben, dass Menschen auf ganz verschiedene Arten klug sind. Wir nennen diese Arten Fähigkeitsfenster. Es gibt acht davon. In jedem kann man besser werden, wenn man übt.»

Material und Vorbereitung

  • Folien 1.3 (Einführung der 8 Fähigkeitsfenster, Quiz)
  • Übersicht «Meine 8 Fähigkeitsfenster» (PF_Faehigkeitsfenster_Uebersicht), A4 pro SuS und A3 als Plakat fürs Zimmer
  • Bogen mit den Fähigkeitsfenster-Kärtchen (PF_1.3_Fensterkaertchen), 1 pro Gruppe. Die SuS schneiden die Kärtchen zu Beginn selbst aus. Für das Quiz sind Gruppen von höchstens 3 Kindern empfohlen.
  • Scheren
  • Laufblatt aus 1.2
  • Tätigkeitskarten für das Quiz, z. B. Nr. 3, 4, 6, 8, 10, 15

Für die Planung

Material für die Kinder

Tipps und Stolpersteine

  • Die Fähigkeitsfenster beschreiben Tätigkeiten. Statt «Du bist ein Sprach-Typ» besser: «Bei dieser Tätigkeit brauchst du das Fähigkeitsfenster Sprache.»
  • Im Quiz gibt es selten nur eine richtige Antwort. Es zählt die Begründung. Der Schlüssel unten zeigt passende Zuordnungen.
  • Das Wort «Intelligenz» kann Druck auslösen. Darum Gardner einmal erwähnen und danach von Fähigkeitsfenstern sprechen.
  • Überleitung zu 1.4: In allen Fähigkeitsfenstern wird man durch Üben besser. Wie wird jemand richtig gut?
  • Hintergrund: Gardner beschreibt acht Bereiche. Dass Menschen unterschiedliche Fähigkeitsprofile haben, ist gut belegt. Ob es genau acht getrennte Intelligenzen sind, ist in der Forschung umstritten. Im Praxisfenster helfen die Fähigkeitsfenster, ressourcenorientiert über Fähigkeiten zu sprechen. Als Test eignen sie sich nicht.

Einfacher / Anspruchsvoller

Einfacher

  • Im Quiz zwei Fähigkeitsfenster zur Auswahl vorgeben.
  • Im Übertrag nur die drei liebsten Tätigkeiten bearbeiten.

Anspruchsvoller

  • Begründen, welches Fähigkeitsfenster bei einer Tätigkeit am wichtigsten ist.
  • Eine eigene Alltagstätigkeit in Schritte zerlegen und jedem Schritt ein Fähigkeitsfenster zuordnen.

Lehrplan 21

  • NMG.1.1c ihre Fähigkeiten erkunden und sich selber charakterisieren
  • Überfachlich Selbstreflexion (personale Kompetenzen)

Nach dem Modul

Aufbewahren
Laufblatt und Übersicht in die Mappe. Die Übersicht A3 als Plakat im Zimmer hängen lassen. Sie begleitet das ganze Praxisfenster.
Weiter
Modul 1.4 «Mein Vorbild». Welche Fähigkeiten hat eine bestimmte Person sehr oft geübt und daraus eine Stärke gemacht oder ein Talent entwickelt?